Es kann eine ganze Reihe guter Gründe für ein ausländisches Anonymkonto geben, und zwar keineswegs immer nur die Steuerhinterziehung. So zum Beispiel:
die Sicherung von Anlagen für eventuelle Krisenzeiten (Staatsbankrott, Bürgerkriegsunruhen, Natur- und Umweltkatastrophen, usw.)
Vorbeugung vor Erbschaftsstreitigkeiten (z.B. zur wirksamen Enterbung, Abwehr von Gläubigerdurchgriffen, usw.)
zusätzliche Absicherung der Altersversorgung
diskrete Nutzung eines Zinsgefälles
Bereitstellung von Geldern für eine geplante Auswanderung u.a.m.
Leider gilt aber auch hier wie anderswo, daß nicht alles Gold ist, was glänzt. Man muß nämlich in echte und halbanonyme Anonymkonten unterscheiden. Die immer noch vielfach hochgepriesenen schweizer Anonymkonten sind in Wirklichkeit nur halbanonym, da man sich bei der Kontoeröffnung gegenüber der Bank ausweisen muß und diese Angaben bankintern gespeichert werden. Das Konto wird offiziell nur unter eine Nummer geführt, und jeder, der diese Nummer (und/oder ein weiteres, mit dem Kreditinstitut vereinbartes Codewort) besitzt, kann über die Einlagen verfügen. Der Zugriff auf die Kundendaten ist zwar theoretisch streng reglementiert, doch können administrative Instanzen (Steuerfahndung, Kripo, Staatsschutz usw.) bei Bedarf jederzeit an diese herankommen. Noch dazu eröffnen die meisten schweizer Banken ein solches Anonymkonto erst ab einer Mindesteinlage von 1-200.000 SFr und erheben, anstatt Zinsen zu zahlen, auch noch eine deftige Gebühr dafür.
Das einzige europäische Land, das noch heute echte Anonymkonten anbietet, ist die Bundesrepublik Österreich. Seit dem EU-Beitritt ist diese Regelung allerdings stark eingeschränkt worden. So müssen sich Ausländer bei der Beantragung eines Überbringersparbuchs, wie man es hier technisch nennt, gegenüber der Bank genauso ausweisen, wie es in der Schweiz üblich ist.
Aber woran erkennt ein Schalterbeamter, ob Sie Ausländer oder Österreicher sind? Zunächst einmal ganz einfach an der Sprache, es sei denn, Sie sprechen fließend mit österreichischem Akzent. Ansonsten genügen Verdachtmomente (Vorfahren mit ausländischem Kennzeichen, Ortsunkenntnis usw.), um eine Ausweispflicht herbeizuführen.
Anders österreichische Inländer: Diese dürfen immer noch sofort eine beliebige Anzahl von Anonymkonten eröffnen, ohne sich der Bank gegenüber auszuweisen. Das aber ist die einzige wirkliche Gewähr dafür, daß kein Unbefugter jemals durch Mitwisserschaft der Bank von dem Konto erfährt.
Einen Haken hat die Sache jedoch inzwischen: Zu den Kompromissen, zu denen der österreichische Staat im Zusammenhang mit dem EU-Beitritt genötigt wurde, gehört die Bestimmung, daß jede Transaktion, die über den Wert von 15.000 ECU (derzeit: ca. DM 28.000) hinausgeht, eine Ausweispflicht nach sich zieht. Das betrifft sowohl die Einzahlung als auch Überweisungen und natürlich Barabhebungen.
Nun ist es allerdings nicht damit getan, größere Beträge in kleine, nichtausweispflichtige Portionen aufzuteilen, um diese in kurzen zeitlichen Abständen zu bewegen. Denn das Gesetz sieht vor, daß kleinere Transaktionen, die in kurzen Abständen aufeinander folgten, wie eine große zu behandeln sind. Sie werden also zusammengefaßt betrachtet, und so kann es geschehen, daß man beim dritten oder vierten Ein- bzw. Auszahlungsvorgang seinen Ausweis vorzeigen muß.
Das läßt sich allerdings auf verschiedene Weisen umgehen. Die illegale: Man zeigt einfach einen Camouflage-Paß (vgl. unser InsiderReport Camouflage-Pässe Retter in der Not, mit Bezugsquellen, DM 40) oder ein anderes, jedenfalls nicht das eigene Ausweispapier vor. Die legale: Sie besorgen sich gleich eine Vielzahl von Überbringersparkonten, möglichst bei verschiedenen Banken, und stückeln Ihre Transaktionen, um unter dem Limit zu bleiben.
Mühsam ist das freilich schon: Wer mit dieser Methode gar die eine oder andere Million parken möchte, dürfte sich damit etwas schwertun. Steuerhinterzieher scheuen diesen Aufwand allerdings nur selten, denn die Sache rechnet sich: Selbst wenn man mehrere Tage braucht, um eine Million oder mehr unterzubringen, ist der Gewinn durch vermiedene Steuerbelastungen doch meist ungleich höher.
Sehr interessant sind die österreichischen Anonymkonten aber für kleine und mittlere Anleger. Zum einen gibt es, anders als in der Schweiz, keine Mindesteinlage. Rein theoretisch könnte man so ein Konto sogar ohne jedes Einlagekapital eröffnen, doch wird das nicht besonders gern gesehen: Die Bank möchte nämlich, daß mindestens die Kontoführungsspesen für das erste Jahr vorab eingezahlt werden. Aber die sind niedrig, so daß Sie mit einer Einlage von DM 50 in Landeswährung schon gut bedient sind.
Das Konto kann übrigens nur auf österreichische Schillinge lauten (7 ÖS = ca. DM 1). Da die österreichische Währung allerdings schon seit Jahrzehnten an die DM gekoppelt ist, hat dies für DM-Inländer wohl kaum eine Bedeutung.
Sie können auch praktisch aus jedem Land der Erde Gelder auf Ihr Anonymkonto per Überweisung Gelder transferieren, nur abheben müssen Sie schon in bar. Sie selbst oder auch eine Vertrauensperson, der Sie Überbringersparbuch und eventuelles Stichwort aushändigen. Auch Stichwortänderungen müssen persönlich am Schalter getätigt werden.
Generell widerspräche es dem Prinzip des Anonymkontos, wenn ein Anleger ausgerechnet von seiner Hausbank Gelder darauf transferierte. Dennoch kommt dergleichen immer noch häufig genug vor zur großen (Schaden-)Freude der Steuerfahnder, denen soviel Dummheit natürlich das Handwerk erheblich erleichtert!
Die Verzinsung ist bei einem solchen Konto nicht gerade üppig (normaler Sparbuchzins), hinzu kommt die österreichische Quellensteuer von derzeit 25%, die den Zinsertrag also um ein volles Viertel schmälert.
Das ist übrigens der einzige Vorteil, den ein halbanonymes Konto für den Schilling-Ausländer hat: Solange er seinen Wohnsitz nicht in Österreich nimmt, ist er von dieser Quellensteuer befreit.
Überhaupt sollten die Nachteile eines solchen Anonymkontos nicht übersehen werden: Geraten Überberbringersparbuch und Stichwort in die falschen Hände, kann jeder Ganove, der seine Hand darauf legt, das Konto ungehindert abräumen denn die Bank kann schließlich nicht erkennen, ob eine solche Transaktion rechtens ist oder nicht.
Geht ein solches Sparbuch verloren (oder ver-gißt der Inhaber sein Codewort), kommt es (auf Antrag) zu einem aufwendigen Auflassungsverfahren, bei dem sich der tatsächliche Konteninhaber offenbaren muß, wenn er an sein Geld kommen will. Sein Name gerät in den öffentlichen Aushang, und wieder einmal hat die deutsche Steuerfahndung das Lachen!
Denn es ist bekannt, daß die deutschen Finanzämter ein wachsames Auge auf diese öffentlichen Anschläge halten und daß sie das dieserart gewonnene Wissen auch gegen die Betroffenen einsetzen.
Außerdem läßt sich die Anlagerendite wahrlich nicht als lukrativ bezeichnen. Wenn Sie Ihr Kapital fleißig arbeiten lassen wollen, damit es reiche Früchte trägt, ist Ihnen mit dieser Lösung kaum gedient. So eignet sie sich mehr als zusätzliche Absicherung für schwere Zeiten, wenn es also auf die Rendite kaum oder gar nicht ankommt.
Kleinwalsertal und Jungholz längst nicht mehr so attraktiv wie früher. Gewiefte Anleger wissen es schon seit langem: Die Enklaven Kleinwalserthal und Jungholz (Tirol) sind österreichisches Hoheitsgebiet, das von deutschem umschlossen wird. Hier gibt es weder Zollschranken noch Paßkontrolle, während zugleich das österreichische Finanzrecht gilt. Das macht es auch deutschen Kreditinstituten möglich, nach österreichischem Recht zu verfahren, weshalb man auch hier Anonymkonten eröffnen kann, ohne dazu eine Grenzkontrolle über sich ergehen lassen zu müssen.
Soweit die hübsche Theorie, die vor vielen Jahren auch mal tatsächlich gestimmt haben mag. Die heutige Praxis sieht freilich sehr viel unschöner aus: Seitdem auch deutsche Groß- und Privatbanken nicht mehr von Razzien der Steuerfahnder verschont werden und das in Deutschland gesetzlich ohnehin nur als Lippen- bekenntnis existente Bankgeheimnis solcherart gänzlich vernichtet wurde, wäre jeder ziemlich schlecht beraten, der noch auf die Diskretionspflicht deutscher Banken vertraut.
Aber selbst wenn es sich um ein echtes Anonymkonto handeln sollte, bei dem die Bank den Namen des Einlegers nicht einmal benennen könnte, wenn sie es wollte, schließt dies doch noch lange nicht den Diensteifer der Fahnder aus. Und so kommt es, daß die Nummernschilder deutscher Wagen (wie übrigens auch in Luxemburg!) entweder schon beim Grenzübertritt oder auch direkt vor Ort von entsprechenden Beamten notiert und ihre Eigner dann zuhause steuerlich auf Herz und Nieren geprüft werden.
Und sollte man nach Ihrer Rückkehr, beispielsweise bei einer natürlich rein routinemäßigen Verkehrskontrolle eine größere Menge Bargeld bei Ihnen vorfinden, könnten Sie zwar immer noch erzählen, daß Sie es im (österreichischen) Spielcasino Kleinwalsertal gewonnen haben aber ob man Ihnen das dann noch abnimmt? Wer es dennoch im Kleinwalsertal oder in Jungholz versuchen möchte, dem seien folgende Adressen genannt (österreichische Institute in Kursivschrift):
Die hängt natürlich von Ihren persönlichen Anliegen ab. Am einfachsten ist es, wenn Sie einen Österreicher kennen, der Ihnen ein inländisches Überbringersparbuch (oder auch mehrere) besorgt. Damit können Sie später am Schalter das Ihrem Mittelsmann ja zwangsläufig bekannte Stichwort ändern und ab dann wirklich anonym über Ihre Mittel verfügen. Ohne entsprechende Kontakte in der Alpenrepublik wenden Sie sich eben an spezialisierte inländische Anbieter. Die Beschaffungskosten pro Sparbuch sollten Sie mit ca. DM 800-1.000 (zuzügl. Einlage) veranschlagen immerhin deutlich weniger als eine Reise kosten würde, falls Sie nicht gerade in Grenznähe wohnen.
UNSER SUPER-ANGEBOT
Noch schneller, billiger und unaufwendiger können Sie es ab jetzt bei uns haben: Aufgrund der großen Nachfrage haben wir einen größeren Posten anonymer österreichischer Sparbücher erstanden und können diese zu einem sensationell günstigen Preis abgeben!
Alle Sparbücher wurden von Banken ausgegeben, die im ganzen Land ein Netz von Filialen unterhalten somit sind Sie also nicht darauf angewiesen, in irgendeinem Bergkaff am Schalter aufzukreuzen, um Ihre Dispositionen zu treffen: Gleich ob Sie in Wien, in Salzburg oder in Graz sind, am Flughafen Schwechat oder auf Spritztour in Vorarlberg mit diesen Konten sind Sie völlig mobil und unabhängig.
Jedes Konto ist bereits mit ATS 200 (ca. DEM 30) befüllt, um die Kontoführungsgebühren für die ersten Jahre abzudecken. (Eine äußerst wichtige Kleinigkeit, an die viele andere Anbieter leider nicht denken, sehr zum Leidwesen der Kunden, denen beim Versuch der Nutzung dann oft eine böse Überraschung blüht, wenn sie nämlich feststellen müssen, daß das Konto inzwischen wegen Nichtbegleichung der Gebühren aufgelöst wurde!) Dieser Betrag ist im Endpreis selbstverständlich bereits inbegriffen.
Österreichische Anonymsparbücher
ÖSTERREICHISCHES ANONYMSPARBUCH Ein Stück (Best.-Nr. OAS1) DEM 300,
ÖSTERREICHISCHES ANONYMSPARBUCH Doppelpack (Best.-Nr. OAS2) DEM 500,
ÖSTERREICHISCHES ANONYMSPARBUCH Fünferpack (Best.-Nr. OAS5) DEM 1.200,
Lieferung erfolgt PER EINSCHREIBEN im neutralen Umschlag an jede beliebige Anschrift Ihrer Wahl.
Sicherheitshinweis
Ihr anonymes Überbringersparbuch kommt im voll funktionsfähigen Zustand bei Ihnen an. Dazu gehört selbstverständlich auch das Kennwort. Wir behalten zwar keinerlei Listen mit Konto-Nummern und Kennwörtern zurück, dennoch raten wir Ihnen eindringlich, bei Ihrem nächsten Besuch am Schalter Ihr Kennwort umgehend ändern zu lassen. Das geht übrigens ganz einfach und formlos unter Vorlage des bestehenden, alten Kennworts.