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    Startseite [ver. 03.04.03) vom [2005-11-23]  © 1996-2007 copyright by Verlag Ralph Tegtmeier Nachf. URL: http://confidenz-depesche.com Seitenende






    Gesundheit

    Madige Therapie


    (mp) An der Uni-Klinik in Jena sind die ersten Versuche erfolgreich abgeschlossen. Patienten mit chronischen Wunden, die sich auf das Experiment eingelassen hatten, zeigen sich glücklich darüber, sich dazu überwunden zu haben. Ihre schwärenden Wunden waren innerhalb von 4 Tagen von Wundsekreten und abgestorbenem Gewebe befreit und begannen zu heilen. Endlich besteht Hoffnung für all die Diabetiker mit Beingeschwüren wie auch für wundgelegene Langzeitpatienten.

    Die Lorbeeren haben sich aber diesmal nicht die Biotechnologen oder die Pharmachemiker geholt. Den Erfolg konnten vielmehr die gefräßigen Fliegenmaden einheimsen, die auf die Wunden angesetzt worden waren.

    Die Maden-Therapie wurde schon im Mittelalter angewandt und kam auch noch im 2. Weltkrieg in der Militärmedizin zum Einsatz. Um die Akzeptanz bei den Betroffenen zu fördern, spricht man allerdings neudeutsch von Maggot-Therapie, denn die größte Schwierigkeit in der angeblich absolut schmerz- und nebenwirkungsfreien Behandlungsart bestand laut einmütiger Aussagen der Patienten und des Krankenhauspersonals im anfänglich zu überwindenden Ekel.

    Betont wird von den jenaer Medizinern auch die garantierte Sterilität der Maden. Ob die keimfrei aufgewachsenen Fliegenmaden hinterher allerdings abgekocht und wiederverwendet werden können, war nicht zu erfahren. Das aber dürfte ein Problem sein, das von den Biotechnologen mit Sicherheit auch bald in den Griff zu bekommen sein wird, wie unser Artikel Hochgeschwindigkeitsevolution nahelegt.


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