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    Gesamtindex [ver. 03.04.03) vom [2005-11-23]  © 1996-2007 copyright by Verlag Ralph Tegtmeier Nachf. URL: http://confidenz-depesche.com Seitenende






    Gesundheit

    Na denn: Prost – auf unsere Gesundheit!


    (mp) Endlich mal eine gute Nachricht aus dem Sektor Gesundheit und Ernährung!

    Resveratrol, eine Chemikalie, die von Reben gegen Infektionen produziert wird und auch im Wein noch enthalten ist, löst die Aktivität eines Enzyms aus, das die Gehirnzellen stimuliert und regeneriert. Das haben Alberto Bertelli und sein italienisches Team am Institut für Menschliche Anatomie der Universität in Milano an menschlichen Nervenzellen im Labor nachgewiesen. Sie fanden heraus, daß die Nervenzellen sich in leicht alkoholisiertem Zustand etwas vergrößerten, wodurch sie Kontakte zu benachbarten Zellen herstellen konnten. Nicht unwesentlich, wenn man bedenkt, daß bei der Alzheimer- sowie der Parkinson'schen Krankheit eben diese Verbindungen gestört sind. “Tägliche Unterstützung dieser Kontakte dient der Vorbeugung gegen Nervendegenerierung”, lautet die Schlußfolgerung, die Bertelli zieht. Womit sich übrigens auch wieder jenes alte Volkswissen zu bestätigen scheint, das wir von dem flotten Spruch kennen: “Dummheit frißt, Intelligenz säuft.” Freilich müßte man die Kausalität hier wohl jetzt umkehren: “Saufen macht intelligent” … oder so ähnlich.

    An der Okajama University in Japan hingegen wurde die Wirkung von Bier auf Karzinogene untersucht. Aus 11 verschiedenen Ländern wurden insgesamt 17 Lagerbiere, 4 Stouts (starke Porterbiere), zwei Ales und ein alkoholfreies Bier getestet. Der Studienleiter Sakae Arimoto-Kobayashi erklärte, daß fast alle der 24 verschiedenen Biersorten ausgesprochen effektiv gegen Mutagene wirkten. Mutagene sind heterozyklische Amine, die beim Kochen von Nahrungsmitteln erzeugt werden, als Krebserreger bei Tieren bekannt sind und beim Menschen als solche vermutet werden. Am stärksten in ihrer krebshemmenden Funktion erwiesen sich – wen wundert's? – die Stouts. Nur das alkoholfreie Bier und eines der Lagerbiere zeigten keine Wirkung.

    Bei den biertrinkenden Mäusen im Labor herrschte auch nach der Fete Hochstimmung, denn an ihnen wurde der Beweis erbracht, daß Biergenuß gesundheitsfördernd wirkt. Die gleichen Resultate wurden übrigens auch mit Rot- und Weißwein erzielt – nicht jedoch mit Whisky. Die Wissenschaftler versuchen jetzt – neugierig wie sie nun mal zu sein haben – herauszufinden, was denn da nun genau abläuft, aber das braucht Otto Normaltrinker fürs erste nicht weiter zu bekümmern.

    Was er sich hingegen selbstverständlich aus rein gesundheitlichen Gründen merken wird – wer möchte schon gern an Alzheimer, Parkinson oder Krebs sterben? –, ist einzig und allein: Wein und Bier; das rat' ich mir!

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