(mp) Die Antibiotika-Banane machbar aber vom Markt noch nicht akzeptiert ging ja schon groß durch die Presse, aber
In den USA sind bereits drei therapeutische Antikörper zugelassen. Sie sind wirksam, aber extrem teuer, weil sie im Labor aus empfindlichen Zellkulturen hergestellt werden. Pflanzen brauchen im Normalfall kein Labor. Sie kennen und brauchen auch keine Antikörper. Wenn sie hingegen die Bauanleitung, also die erforderlichen Erbinformationen für die Herstellung bestimmter Antikörper zugeführt bekommen, werden sie zu billigen Medizinproduzenten umfunktioniert.
Das Konzept der Plantybodies (plant für Pflanze, und antibody für Antikörper) ist nicht neu. Seit Jahren wird nicht nur in den Staaten daran gearbeitet. Jetzt scheint endlich der Durchbruch geschafft zu sein: Nachdem im Frühjahr 1998 gezeigt werden konnte, daß Plantybodies dem Zahnfäulnisbakterium im Mund das Leben schwer machen können, wenn sie mehrmals direkt auf die Zähne aufgetragen werden, ist es Dr. Kevin Wahley von der John Hopkins University in Baltimore gelungen, ein Plantybody gegen Herpes zu entwickeln.
An Mäusen konnte er nachweisen, daß seine Antikörper, die aus einer Maus-Mensch-Soja-Mischung bestehen, imstande sind, die Herpesviren zu neutralisieren. Der Mausanteil übernimmt das Aufspüren des Feindes, der menschliche Teil übernimmt was der Mensch von Natur aus ja am besten kann die Vernichtung des Fremdkörpers, und die Sequenzen aus der Sojabohne erlauben eine preisgünstige Waffenproduktion.
Es spielt sich also alles ab wie im richtigen Leben: Zuerst wird ein Feind definiert, ein Feindbild geschaffen, dann geht die Jagd los. Ist der Fremdkörper lokalisiert, wird er zerstört; und das alles so kostengünstig wie möglich.
Gegen bestimmte Krebsarten sind Plantybodies schon in der Erprobungsphase. Damit aber noch nicht genug. Dr. Kevin Wahley äußerte sich, auf seine erfolgreichen Ergebnisse angesprochen, folgendermaßen: Wir stehen erst am Anfang. Unser Ziel ist es, Plantybodies gegen Spermien, gegen Herpes gegen das Aids-Virus, gegen Tripper und Chalmydien in einem einzigen Produkt zu kombinieren.
Das ist Geigen-Zukunftsmusik! Mit diesem Rundumschlag wäre der Mensch eine ganze Reihe seiner inneren Feinde los, und die äußeren gleich dazu: das Problem der Überbevölkerung könnte sozusagen im Nebenlauf beiseite gefegt werden.
Man sollte eine Erfindung niemals nach ihren (sogenannten!) Mißbrauchsmöglichkeiten beurteilen, hat mal jemand es muß ein Erfinder gewesen sein! gesagt. Nichtsdestotrotz seien sie an dieser Stelle erwähnt: Bei gezieltem Einsatz dieser Plantybodies liegt es durchaus im Bereich des Möglichen, bestimmte Bevölkerungsgruppen, bestimmte Rassen oder sogar bestimmte Erdteilbewohner an der Vermehrung zu hindern, ohne dabei den Geschlechtskrankheiten auf den Leib zu rücken. Die Dezimierung ginge dann etwas schneller vonstatten. Und zur Erhaltung bestimmter Herrenrassen wäre selbstverständlich das Gesamtpaket erhältlich ein Nazi-Traum geht endlich in Erfüllung.