(as) Der CIA-Chef George Tenet warnte, und alle, alle folgten: Die Gefahr terroristischer Überraschungsangriffe sei immens gestiegen. Für immer kleinere Gruppen werde es immer leichter, schwere Schäden anzurichten. Dies sollte heißen: Der CIA braucht mehr Personal und mehr Geld. Er wurde erhört. Aus dem Haushalt 1998/99 wurden mehrere hunderttausend Dollar für die Aufstockung des Spionagepersonals bewilligt, obwohl die Ausgaben der CIA schon in den letzten zwei Jahren gestiegen sind. Damit konnte die größte Rekrutierungskampagne seit mehr als einem Jahrzehnt gestartet werden. Die Anzahl der Agenten in Übersee soll bis zum Jahr 2005 um mindestens ein Viertel ausgeweitet werden.
Genaue Zahlen gelangen natürlich nicht in Umlauf. In den späten achtziger Jahren sollen nach Experten-Schätzungen etwa 22.000 Personen für den CIA tätig gewesen sein. Heute, nach dem Ende des Kalten Kriegs, soll der Personalbestand durch Etatkürzungen, durch Outsourcing in die Privatwirtschaft, durch wachsende Konkurrenz und nicht zuletzt durch nachlassende Motivation auf 15.000 Bedienstete geschrumpft sein.
Und nun sind sie auf der Jagd nach Analytikern von Spionagedaten und nach allen, die sie beschaffen können: Computerspezialisten, Chemieexperten und Übersetzer. Sie werben in der Nähe von Universitäten mit Ausbildungsgängen, auf Job Fairs (eine Art Stellenmarkt) sowie in Zeitungen und Magazinen.
Weil Spione für den CIA weniger verdienen als in der privaten Wirtschaft zwischen 33.000 und 50.000 Dollar Anfangsgehalt pro Jahr , wird mit einer großartigen internationalen Karriere geworben, natürlich nur für Leute mit Mut, Vernunft, Integrität, Intellekt und Vaterlandsliebe.
Aber auch Kinder sind gefragt. Es gibt sogar eine Home Page des CIA für Kids. Für sie ist der Werbeslogan kurz und verständlich: Hey Kids! Join the CIA! Da führt dann der Wauwau Bogart die kleinen Besucher durch das CIA-eigene Hundecorps und dabei dürfen natürlich auch die virtuellen Wachhunde als Begleiter nicht fehlen.
Hier dieses Sammelsurium administrativer Geschmacklosigkeiten man denke lieber nicht darüber nach, wie der Große Bruder (US) reagieren würde, wenn sich andere demokratisch regierte Länder anmaßten, mit derlei miesen Propagandamitteln ihre Kinder und Jugendlichen zu mißbrauchen und sie für den Beitritt zu einer der aktenkundig verbrecherischsten Organisationen der Welt zu werben wenn irgendetwas unter den Begriff Kinderpornografie im Internet fällt, dann ja wohl an erster Stelle dies hier: