(mp) Wie die Evolutionsgeschichte lehrt, gibt es Gattungen und Arten, die trotz aller widrigen Umstände überleben und solche, die sich neu entwickeln. That's life. Um die Aussterbenden und die Ausgestorbenen kümmert sich der Mensch in den sogenannten Entwicklungsländern schon längst in organisierter Form. Man denke nur an die vielen rührigen oder Endzeitstimmung verbreitenden Kampagnen von Greenpeace, WWF und Konsorten.
Daß aber die Natur keineswegs gewillt ist, untätig ihrer Vernichtung entgegenzuharren und hilflos die Waffen vor dem Schreckgespenst Mensch zu strecken, scheinen andere Meldungen zu belegen, die sich in jüngster Zeit regelrecht häufen. So zum Beispiel die Sensationsnachricht von Wissenschaftlern des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen:
Obschon gerade Madagaskar bei eroberungswütigen und entdeckungshungrigen Bio- und Zoologen als Fundgrube bekannt ist und schon längst nicht mehr als Geheimtip gehandelt werden kann, hat das Auftauchen neuer Säugetierarten selbst auf dieser Insel eigentlich Seltenheitswert.
Doch laut neuester Inventur der Tierwelt von Madagaskar hat die Affenpopulation nunmehr unerwarteten Zuwachs bekommen. Dabei handelt sich es gleich um vier neue Arten von Mausmakis, einer Halbaffenart, die zur Gattung der Lemuren gehört. Ausschlaggebend für die Abgrenzung der Arten waren die großen molekularbiologischen Distanzen, die von Zoologen des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen bei Untersuchungen des Erbmaterials der verschiedenen Mausmakis festgestellt wurden.